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PSA

Was ist PSA?

PSA (= prostataspezifisches Antigen) - ist ein Eiweiß, welches von »normalen« Prostatadrüsenzellen gebildet wird. Prostatakarzinomzellen produzieren in der Regel vermehrt PSA. Aus diesem Grunde ist ein »erhöhter« PSA-Wert, bzw. eine bestimmte Anstiegsgeschwindigkeit pro Zeiteinheit suspekt für das Vorliegen einer bösartigen Prostataerkrankung. Der PSA-Wert ist nach wie vor, trotz immer wieder kontroverser Diskussionen, ein unerlässlicher Bestandteil der Tumorvorsorge.

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Wie wird PSA bestimmt?

PSA wird aus dem Blutserum bestimmt.

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Was besagt der PSA-Wert?

Bei gesunden Männern liegt der Grenzwert - je nach Alter und in Abhängigkeit von verschiedenen anderen Faktoren - unter 3,5 ng/ml. Ein höherer Wert bedeutet nicht zwangsläufig Krebs, denn der Wert kann auch durch eine gutartige Vergrößerung oder eine Entzündung der Prostata (Prostatitis) erhöht sein.

Um hier zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen besser differenzieren zu können ist in gewissen Konstelationen die Bestimmung des  sogenannten "freien-PSA" (fPSA) ratsam.

Es kommt aber auch vor, dass der PSA-Wert nicht erhöht ist, obwohl eine Krebserkrankung vorliegt.

Der entscheidende Faktor beim PSA-Wert ist neben der absoluten Höhe des gesamten und freien PSA, die Anstiegsgeschwindigkeit. Sie ergibt sich aus der Messung und dem Vergleich der PSA-Werte in regelmäßigen Zeitabständen. Hiermit kann eine mögliche Tumorentwicklung am besten und sensitivsten registriert werden. Aus diesem Grunde sollte der PSA-Wert frühzeitig und regelmäßig bestimmt werden.

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Ab welchem Alter sollte der PSA-Wert bestimmt werden?

Experten raten Männern ab dem 45. Lebensjahr zu einer regelmäßigen PSA-gesteuerten Früherkennungs-untersuchung. Gibt oder gab es bereits Fälle von Prostatakrebs in der Familie, sollte die Früherkennung bereits ab dem 40. Lebensjahr durchgeführt werden. Je früher der PSA-Wert erstmals ermittelt wird und je regelmäßiger die Kontrolle erfolgt, desto besser können tumorsuspekte »Abweichungen« registriert werden. Auf diese Weise läßt sich die weiterführende Diagnostik gezielter und effektiver einsetzen.

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Unser Statement zu den aktuellen Diskussionen um PSA- und Vorsorgeuntersuchungen 

In den Medien wird immer wieder die Wertigkeit einer regelmäßigen PSA-Untersuchung im Rahmen der urologischen Vorsorge in Frage gestellt. Hierzu möchten wir Stellung nehmen

Die Daten zweier großer internationaler Studien (»PSA-basierte Vorsorge« gegenüber »keine Vorsorge«), die 2009 publiziert wurden, werden von medizinischen Laien teilweise dahingehen interpretiert, dass eine PSA-basierte Vorsorgeuntersuchung das Prostatakrebs-Sterblichkeitsrisiko nicht wesentlich reduziert und damit unnötig sei. Neben volkswirtschaftlichen Aspekten würden »auffällige« PSA-Werte zu einer psychischen Belastung (»Krebsangst«) des betroffenen Patienten führen. »Voreilig« durchgeführte Gewebeentnahmen der Prostata belasten den Patienten und zerstören im Falle eines Tumornachweises durch radikales operatives Vorgehen die Lebensqualität durch unkontrollierten Urinverlust und Impotenz.

Diese Interpretation der Datenlage und Darstellung des daraus entstehenden Szenarios spiegelt jedoch keineswegs die reale Situation unserer urologischen Patienten wieder.

Mittlerweile zeigen aktuellere Auswertungen oben genannter Beobachtungsstudien (an 75 000 und 180 000 Männern), dass das Sterblichkeitsrisiko durch regelmäßige PSA-Kontrollen um 30% reduziert werden konnte. Um die Tragweite dieser Zahlen zu begreifen sollte erwähnt werden, dass aktuell bei etwa 60 000 Männern jährlich Prostatakarzinome diagnostiziert werden. 12 000 Männer (20%) versterben pro Jahr an dieser Erkrankung (im Vgl. zu etwa 5 000 Verkehrstoten im gleichen Zeitraum!). Das Prostatakarzinom stellt momentan die häufigste Krebserkrankung des Mannes dar.

Eine rechtzeitige und regelmäßige Vorsorgeuntersuchung durch eine Tast- und Ultraschalluntersuchung der Prostata, sowie eine PSA-Messung erlaubt es möglicherweise gefährdete Männer herauszufiltern und einer erweiterten Untersuchung zuzuführen. Dabei müssen selbstverständlicher Weise sämtliche beeinflussende Faktoren wie z.B. entzündlicher Veränderungen der Prostata, falscher Zeitpunkt der Blutentnahme, Volumen der Prostata, Anstiegsgeschwindigkeit des PSA-Wertes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, mechanische Belastung der Prostata usw. berücksichtigt werden. Einem Teil dieser Männer wird zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms eine Gewebeprobe (Biopsie) empfohlen. Sollte ein Prostatakarzinom nachgewiesen werden, beeinflussen wiederum mehrere Faktoren das weitere Vorgehen:

Lebenserwartung des Patienten, Höhe des PSA-Wertes vor der Biopsie, Aggressivität des Tumors anhand der histologischen (feingeweblichen) Kriterien, die Anzahl der tumorbefallenen Gewebsproben, sowie die Ausdehnung des Tumors in den einzelnen Proben.

In Abhängigkeit dieser Kriterien wird empfohlen welcher Patient:

  • gar nicht behandelt werden muss, weil es unwahrscheinlich ist, dass er an dem Tumor jemals leidet oder gar verstirbt (»watchfull waiting«);
  • nur aktiv überwacht wird (»active surveillance«), weil im Augenblick nicht mit Sicherheit zu erkennen ist, ob er durch den Prostatakrebs überhaupt gefährdet ist, oder
  • gleich einer endgültigen Behandlung (Bestrahlung oder Operation) zugeführt wird.

Im Falle der »active surveillance« werden zunächst vierteljährliche PSA-Untersuchungen sowie eine erneute Prostatabiopsie innerhalb der nächsten 1 bis 1½- Jahre empfohlen. Lassen die Kontrollen erkennen, dass der Tumor sich aggressiv verhält leitet man eine endgültige Therapie (Bestrahlung oder Operation) ein, solange der Tumor noch auf die Prostata beschränkt und damit heilbar ist.

Es besteht also keinesfalls der immer wieder unterstellte Automatismus: Vorsorge --> erhöhter PSA-Wert --> Biopsie --> Therapie (Bestrahlung oder Operation) mit dem Risiko der Harninkontinenz (unkontrollierter Harnverlust) oder Impotenz (Schwäche bzw. Totalverlust der Gliedsteife).

Die Ausführungen zeigen, dass es gegebenenfalls Zeit braucht einen behandlungsbedürftigen Tumor von einem nicht behandlungsbedürftigen Tumor zu unterscheiden. Obwohl der Prostatakrebs ein langsam wachsender Tumor ist, bleibt er nicht zwingend unbegrenzte Zeit auf die Prostata beschränkt.

Bei der Vorsorgeuntersuchung geht es also darum diejenigen Prostatatumore zu erkennen, die auf das Organ beschränkt und damit prinzipiell heilbar sind. Um eine Übertherapie zu vermeiden, braucht es gegebenenfalls Zeit den Charakter des Tumors zu erkennen. Das wesentliche Ziel der Vorsorgeuntersuchung ist eine Diagnosestellung in einem frühen Krankheitsstadium was schließlich eine Heilung erleichtert bzw. erst möglich macht.

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PCA3

Was ist PCA3?

Der PCA3-Test (= PROGENSA) - ist ein neuer Gen-basierter Test zur verbesserten Diagnostik des Prostatakarzinoms. PCA3 wird von Prostatakarzinomzellen überexprimiert (60 - 100fach) und kann mit hoher Sensitivität und Spezifität im Urin nachgewiesen werden.

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Wie wird PCA3 bestimmt?

PCA3 wird nach (schmerzfreier) Massage der Prostata aus dem Urin bestimmt.

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Für wen ist der PCA3 Test geeignet und was besagt er?

Im Rahmen der urologischen Vorsorge sind, zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms, in der Regel der PSA-Wert, der rektale Tastbefund, sowie die rektale Sonographie der Prostata ausreichend. In besonderen Fällen besteht jedoch ein erhöhter Karzinomverdacht (z.B. aufgrund eines auffälligen Tastbefundes oder eines erhöhten PSA-Wertes), der durch eine oder mehrere Prostatabiopsien nicht ausreichend entkräftet werden konnte. In diesem Fall kann der PCA3-Test die Notwendigkeit weiterer diagnostische Schritte (z.B. erneute Biopsie, Bildgebung usw.) deutlich hervorheben.

Als Ergebnis erhält man einen hochinformativen PCA3-Score. Je höher dieser Score ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine positive Biopsie. Der PCA3-Score ist im Gegensatz zum PSA vom Prostatavolumen unabhängig, scheint aber mit der Größe des Karzinoms zu korrelieren.

Anmerkung: Dieser Test ersetzt weder die Tastuntersuchung, noch die PSA-Wert Bestimmung sondern ergänzt diese um einen weiteren Baustein in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Auch eine Biopsie kann durch den Test nicht überflüssig gemacht werden.

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NMP

Was ist NMP-22?

NMP (= Nucleäre Matrix-Proteine) bilden das Gerüst für die räumliche Struktur der Zellkerne und sind mit Tumorzellen des Urogenitaltraktes assoziiert. Hier sind sie in mehr als 10-facher Konzentration gegenüber gesunden Zellen enthalten. Bei Zelltod zerfällt das NMP in lösliche Fragmente, die im Urin nachweisbar sind. NMP-22 ist somit ein Marker für Tumore urothelialen Ursprungs (Blasentumor, Harnleitertumor, Nierenbeckentumor) und kann zur Vorsorge als auch zur Therapieüberwachung genutzt werden.

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Wie wird NMP-22 bestimmt?

NMP-22 wird aus dem Spontanurin gewonnen.

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Was besagt der NMP-22 Test?

Der NMP-22 Test (oder NMP-22 Bladder-Check) ermöglicht eine schnelle und frühzeitige Diagnose des Harnblasenkrebses, bzw. zeigt ein Widerauftreten eines bereits behandelten Harnblasentumors an. Sollte der Suchtest (unter strenger Beachtung von Ausschlusskriterien!) positiv ausfallen, muss sich zur weiteren Abklärung eine Blasenspiegelung anschließen.

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immoCARE-C

Was ist immoCARE-C?

ImmoCARE-C ist ein neues Antikörper-Testverfahren zum spezifischen Nachweis von kleinsten Mengen Blut in der Stuhlprobe. Auf diese Weise können Tumorerkrankungen des Darmes (Darmkrebs) frühzeitig entdeckt werden.

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Wie wird immoCARE-C durchgeführt?

ImmoCARE-C wird anhand von 1-3 Stuhlproben zuhause durchgeführt. Es sind keine Restriktionen bei der Ernährung notwendig, weder vor noch während der Testdurchführung.

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Was besagt der immoCARE-C Test?

Ein positives Testergebnis besagt, dass sich menschliches Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) im Stuhl befindet. Dies erfordert eine Darmabklärung durch eine Darmspiegelung zum Ausschluss von Darmkrebs. Ein negatives Testergebnis schließt jedoch einen bösartigen Darmtumor nicht aus.

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immoCARE-C Test - für wen und wann?

Den immoCARE-C Test sollten Frauen und Männer im Rahmen der Darmtumorvorsorge ab dem 40. LJ  jährlich durchführen.

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Photodynamische Diagnostik

Was ist eine photodynamische Diagnostik (PDD)?

Entwickelt zur besseren Detektion von Blasenkrebs, insbesondere dem Carcinoma in situ (CIS), kann die photodynamische Blasenspiegelung (Zystoskopie) Läsionen nachweisen, die mit der Standard-Weißlicht-Zystoskopie allein unter Umständen nicht gesehen werden. Auf diese Weise erhöht sich die Findungsrate kleiner Blasentumoren bei 30% und die Findungsrate des flächig wachsenden Carcinoma in situ bei fast 70% der Patienten.

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Wie wird eine PDD-Zystoskopie durchgeführt?

Nach der Instillation einer speziellen Substanz (z.B. HEXVIX®, 5-Aminolävulinsäure = ALA) in die Harnblase wird diese in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich selektiv in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot. Dieses Phänomen macht die Photodynamische Zystoskopie zu einer hochsensitiven diagnostischen Methode.

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Welche Vorteile bringt eine PDD-Zystoskopie?

Die zusätzliche PDD-Zystoskopie im Vergleich zur alleinigen Standard-Weißlicht-Zystoskopie hat die folgenden Vorteile:

  • Nachweis von 30 % mehr Patienten mit Blasenkrebs
  • Nachweis von fast 70 % mehr CIS-Läsionen (flächig wachsender, schwer erkennbarer Tumor)
  • adäquatere Behandlung jedes fünften Patienten mit nachgewiesenem Blasenkrebs

Die PDD-Zystoskopie lässt sich problemlos zusätzlich zur Standard-Weißlicht-Zystoskopie durchführen und ist mit keinen zusätzlichen Komplikationen verbunden. Sie wird in den Richtlinie der »europäischen Gemeinschaft für Urologie« (EAU) empfohlen.

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Urologische Komplettvorsorge für den Mann

Was beinhaltet die urologische Komplettvorsorge für den Mann?

Mit  nachfolgend genannten, schmerzlosen, in jährlichen Abständen durchgeführten Untersuchungen sinkt die Wahrscheinlichkeit an einem unheilbaren, bösartigen Tumor zu erkranken signifikant:

 

  • Erfassung der Krankengeschichte & Risikofaktoren
  • Körperliche Untersuchung (Blutdruckmessung, Abdomen & Nierenlager, äußeres Genitale einschließlich Leisten bds., sowie die Tastuntersuchung der Prostata durch den After)
  • Urinuntersuchung auf unsichtbare Blutbeimengung (Mikrohämaturie) einschließlich Bakteriologie und Blasentumor-Antigen-Bestimmung (NMP-22)
  • Blutuntersuchung: Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) und eventuell weitere Parameter wie z.B. Hormonstatus, Nierenwerte usw.
  • Ultraschall: Untersuchung der Nieren zum Ausschluss von Anomalien, Harnstauung, Nierensteinen, Nierentumoren oder Durchblutungsstörungen. Untersuchung der Prostata mittels einer Sonde die durch den After eingeführt wird zur Messung der Prostatagröße und zum Ausschluss prostatakarzinomverdächtiger Veränderungen, ggf. Untersuchung der Hoden
  • Stuhluntersuchung auf unsichtbare Blutbeimengungen zur rechtzeitigen Erkennung von Darmkrebs

Unser Statement zu den aktuellen Debatten über die Wertigkeit der PSA-basierten Vorsorgeuntersuchung finden Sie Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterhier

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Was kann ich tun um urologischen Erkrankungen vorzubeugen?

Asiaten und Mittelmeerbewohner haben deutlich weniger Prostatakarzinome als Deutsche. Ihre Ernährung zeichnet sich aus durch einen hohen Ballaststoffanteil, wenig tierischem Fett, sowie reichlich Gemüse und Obst mit den darin enthaltenen Phytoöstrogenen (Isoflavonoide und Ligane). Diese finden sich vermehrt in Soja, Früchten, Getreide, Leinsamen, Körnern, Gemüse, Hülsenfrüchte, Wein und Tee.

Tipps:  Ersetzen Sie Kaffee durch Tee, Weißbrot durch Vollkornbrot, Chips durch knackiges Gemüse, Süßes durch Früchte und nutzen Sie Sojaöl. Der Verzicht auf Nikotin minimiert das Risiko an Tumoren des Harntraktes zu erkranken. Achten Sie auf ausreichend Bewegung (moderates Ausdauertraining 3-4x wöchentlich 1/2 Stunde im anaeroben Bereich)

Ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung führen zu einer Normalisierung des Gewichtes, stärken die Immunabwehr und erhöhen Ihre sexuelle Vitalität.

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Verhaltensmaßnahmen vor und nach der Vasektomie

Wie muß ich mich als Patient auf die Vasektomie vorbereiten?

Blutverdünnende Medikamente (wie z.B. Aspirin, Marcumar oder Plavix) sollten 7-10 Tage vor der Operation abgesetzt werden. Entfernen Sie am Tag der OP die Haare am Hodensack bis zum Penisansatz durch Rasur oder Enthaarungscreme. Sie müssen am Operationstag nicht nüchtern sein. Bitte planen Sie für Ihren OP-Termin insgesamt zwei bis drei Stunden Zeit ein. Bringen Sie bitte den unterschriebenen Einwilligungsbogen (eine Printversion finden Sie Startet den Datei-Downloadhier) am Operationstag mit.

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Wie muss ich mich nach der Operation verhalten?

Nach der Operation sollten Sie zur Nachkontrolle noch für eine Stunde in unserer Praxis bleiben. In aller Regel können Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, sicherer ist es, wenn Sie sich in unserer Praxis abholen lassen.

Körperliche Schonung ist für den Heilungsverlauf sehr wichtig. Legen Sie sich am Nachmittag ins Bett oder auf die Couch. Vermeiden Sie längeres, gebeugtes Sitzen. Keinerlei Verkehr oder andere sexuelle Handlungen für mindestens 1 Woche.

Bei eventuellen Beschwerden können Sie das Operationsgebiet mit einer in ein Tuch gewickelten Kühlkompresse kühlen, falls erforderlich können Sie bei Bedarf leichte Schmerztabletten wie Paracetamol 500mg oder Ibuprofen 400mg einnehmen (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich). Bei einer starken Blutung, Fieber oder Schüttelfrost wenden Sie sich bitte sofort an unsere Praxis.

Bei unauffälligen Wundverhältnissen können Sie nach zwei Tagen kurz duschen, wobei Sie keine Seife im Genitalbereich anwenden sollten. Verzichten Sie eine Woche auf Sport, tragen Sie anfänglich eine enge Unterhose. Mit der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten können Sie wieder nach 7 Tagen beginnen.

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Ab wann bin ich nach der Vasektomie zeugungsunfähig?

Der Erfolg der Operation ist erst dann eingetreten, wenn in der Samenflüssigkeit keine Spermien mehr nachweisbar sind. Es sind deshalb zwei Samenuntersuchungen erforderlich, die erste nach 2 Monaten und die zweite 4 Wochen später. Bis dahin sollten mindestens 20 Ejakulationen erfolgen. Erst wenn in beiden Samenproben nach dem Eingriff keine Spermien mehr nachweisbar sind, ist die Zeugungsunfähigkeit gesichert. Bis dahin sollte zur Vermeidung einer ungewollten Schwangerschaft  nur geschützter Geschlechtsverkehr ausgeübt werden. Durch ein Zusammenwachsen der unterbrochenen Samenleiterenden - unter Umständen auch noch nach bereits erfolgter Bestätigung der Unfruchtbarkeit in den beiden Samenproben - kann es noch innerhalb eines Jahres nach der Operation zu einer erneuten Durchgängigkeit des Samenleiters und somit zu einer erneuten Fruchtbarkeit kommen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, auch nochmals nach 12 Monaten nach der OP eine Samenprobe analysieren zu lassen.

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Rechtliches zur Vasektomie

Voraussetzung für die Durchführung der Sterilisation ist die nach eingehender Beratung schriftlich niedergelegte Einwilligung (diese finden Sie Startet den Datei-Downloadhier) des Patienten in den Eingriff. Dabei sind als wesentliche Voraussetzung eine volle Geschäftsfähigkeit und Einsicht in die Konsequenzen, die aus der Vasektomie entstehen, zu sehen.

Grundsätzlich kann sich jeder erwachsene Mann diesem Eingriff unterziehen. Bereits vorhandene eigene Kinder oder ein Einverständnis der Partnerin sind dabei keine rechtliche Voraussetzung. In keinem Fall sollte die Einwilligung unter Druck oder durch Beeinflussung von Bezugspersonen erfolgen, sie sollte erst nach reiflicher Überlegung und im Einvernehmen mit der Partnerin getroffen werden.

Haben Sie bitte dafür Verständnis, dass nach den allgemeinen Richtlinien die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen jeglicher Art (Schmerzensgeld, Verdienstausfall und v.a. Unterhaltszahlungen usw.) gegenüber den behandelnden Ärzten im Falle einer ungewollten Schwangerschaft trotz durchgeführter Sterilisation nicht möglich ist.

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Transrektale, ultraschallgesteuerte Prostatabiopsie

Vorbereitung zur Prostatabiopsie

Durch eine entsprechende Vorbereitung lässt sich die Prostatabiopsie in den meisten Fällen nahezu schmerzfrei und sehr nebenwirkungsarm durchführen. Um dies zu gewährleisten, sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen und bitten folgende Punkte zu beachten (eine Printversion finden Sie Startet den Datei-Downloadhier): 

 

  • Teilen Sie uns bitte mit, wenn Sie blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcumar, Aspirin, Plavix usw.) einnehmen, ggf. müssen diese Medikamente vorher abgesetzt werden. Bitte setzen Sie diese Medikamente nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder uns ab!

  • Sollten Sie künstliche Hüft- oder Kniegelenke haben, sollte bei Ihnen ein Herzklappenfehler oder rheumatisches Fieber, bzw. Endokarditis bekannt sein oder nehmen Sie regelmäßig Kortisontabletten ein, teilen Sie uns dies ebenfalls mit. In diesem Fall bedarf es einer besonderen antibiotischen Vorbereitung.

  • Wenn bei Ihnen eine Einschränkung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) oder eine Allergie gegen bestimmte Medikamente bekannt ist, teilen Sie uns dies bitte ebenfalls mit, damit wir eine für Sie angepasste Vorbereitung erstellen können.

  • Wenn die ersten drei Punkte für Sie nicht zutreffen, erhalten Sie in der Anlage ein Rezept über ein Antibiotikum (Ciprofloxacin 500mg - 10 Tabletten). Nehmen sie bitte am Abend vor der Untersuchung die erste Tablette ein. Ab dem Tag der Untersuchung bis Ende des Packungsinhaltes nehmen Sie bitte täglich morgens und abends eine Tablette.

  • Außerdem erhalten Sei ein Medikament gegen eventuelle Schmerzen (Diclac retard), das Sie bitte am Vortag der Biopsie mittags einnehmen (eine Tablette) und am Tag der Biopsie wiederum mittags. Falls Sie am 2. Tag nach der Biopsie bereits schmerzfrei sind, können Sie dieses Medikament absetzten.

  • Sie erhalten von uns ein Lidoposterine Zäpfchen, das Sie bitte ca. 1 Stunde vor der Biopsie in den After einführen.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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© Urologie München - Urologe Dr. M. Alschibaja, München 2012