Urologe München - Dr. Alschibaja - Testosteronmangel

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Testosteronmangel

Wir altern individuell unterschiedlich und unsere Organe lassen in ihrer Funktion unterschiedlich nach. Nachlassende Organfunktionen führen zu unterschiedlichen Beschwerdebildern.

Das männliche Geschlechtshormon, das Testosteron, wird größtenteils in den Hoden produziert. Es ist erwiesen, dass die Produktion von Testosteron ab dem 40. Lebensjahr langsam abnehmen kann. Die Veränderungen die damit für Körper und Psyche einhergehen sind als schleichender Prozess zu verstehen. Sie sind weitgehend unabhängig von unseren Lebensumständen, lassen sich aber von diesen nur schwer trennen. Taucht das Leben für uns so auf, weil es halt so ist, weil wir alt werden, weil wir überarbeitet sind, weil unser persönliches Umfeld nicht optimal ist? – oder hat es mit einer hormonellen Unterfunktion zu tun?

Als Symptome eines Mangels an Testosteron kommen Störungen im Sexualbereich, insbesondere Verlust der Libido aber auch Erektionsstörungen in Frage. Darüber hinaus beobachten wir häufig eine Abnahme der Muskelmasse sowie die Zunahme des Fettgewebes, besonders im Bauchbereich. Nachlassende physische und kognitive Leistungsfähigkeit mit rascher Ermüdung, Schlafstörung sowie depressive Verstimmung sind ebenfalls typische Symptome. Auch eine Reduktion der Körper- und Schambehaarung, trockene Haut, brüchige Knochen (Osteoporose) und Blutarmut (Anämie) sind mögliche Anzeichen eines Mangels an Testosteron.

Die zur Diagnose führenden Untersuchungen gliedern sich zum einen aus einer ausführlichen Befragung, die Auskunft über das Vorliegen bereits genannter Symptome geben soll, zum anderen aus einer spezifischen Hormonanalyse. Erforderlich hierfür sind eine morgendliche Blutentnahme nach dem Frühstück (möglichst vor 11 Uhr) und eine Bestätigung auffälliger Werte durch eine zweite Blutuntersuchung.

Neben der Ermittlung des Testosteronwertes ist auch das Verhältnis zu anderen Hormonen, die die Testosteronproduktion, die Testosteronwirkung oder aber auch den Testosteronabbau beeinflussen, entscheidend.

Hierzu gehören:

  • Testosteron
  • SHBG (Sexualhormon bindendes Globulin)
  • DHEA-S (Dehydroepiandrosteron)
  • Östradiol
  • LH (Luteinisierendes Hormon)
  • TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
  • Prolaktin
  • PSA (Prostataspezifisches Antigen)

Sollte sich ein Mangel an Testosteron bestätigen, könnte eine Hormonersatztherapie eingeleitet werden. Dazu stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen ein Testosteron – Gel, das täglich morgens auf bestimmte Körperpartien (Oberarm, Schulter, Bauch, Oberschenkel) aufgetragen und in kurzer Zeit von der Haut aufgenommen wird. Zum anderen Depotspritzen, die in 3-wöchentlichen bis 3-monatlichen Abständen in den Gesäßmuskel injiziert werden.

Nach drei Monaten wird der Hormonstatus unter laufender Behandlung kontrolliert um evtl. die Dosis anpassen zu können. Gleichzeitig achtet man auf unerwünschte Nebeneffekte.

Das Testosteron regt das blutbildende Gewebe an, normalerweise ein erwünschter Effekt, weil es den Sauerstofftransport im Körper und damit die Leistungsfähigkeit verbessert. Ein Zuviel könnte zu einer Bluteindickung und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen, was sich aber im Blutbild rechtzeitig erkennen und damit vermeiden lässt. Zudem wird man besonderes Augenmerk auf die Prostata richten, obwohl es keinerlei Hinweise gibt, dass das gutartige Prostatawachstum oder aber die Entstehung eines bösartigen Prostatakarzinoms durch eine Testosteronersatz-Therapie gefördert würde.

Sollte es nach einem viertel bis halben Jahr zu keiner Verbesserung der Symptome kommen, wäre das Behandlungsziel nicht erreicht und man würde die Therapie abbrechen.

Sollte die Substitution von Testosteron jedoch zu einer deutlichen Symptomlinderung führen, bedeutet dies nicht automatisch das Sie ein Leben lang fortgeführt werden muss. Man sollte den Zugewinn an Energie und Lebensqualität nutzen um die Lebensweise zu optimieren. Wir sollten das machen was wir uns schon immer vorgenommen haben, was uns sämtliche Lifestyle-Berater ständig vorbeten: unsere Ernährung umstellen (z.B. mit Hilfe des Metabolic Balance-Programms) und auf ausreichend Bewegung achten.

Durch Normalisierung unseres Gewichts, insbesondere durch Abnahme des Bauchfetts kann dann das körpereigen produzierte Testosteron besser verwertet werden. Es wird durch Reduktion des Fettgewebes weniger Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen umgewandelt und bleibt so mit allen Vorteilen dem männlichen Körper erhalten. Durch Gewichtsabnahme alleine kann in vielen Fällen ein Testosteronmangel ausgeglichen werden. Eine Gewichtsreduktion erhöht zudem unsere Beweglichkeit, vermehrte Bewegung verbessern unsere Schlafqualität, wir erholen uns besser, wir werden Leistungsstärker, unser Selbstwertgefühl wird gestärkt, das Leben taucht ganz anders für uns auf.

Wenn also der Hormonmangel diagnostiziert und eine entsprechende Therapie eingeleitet wird, am effektivsten in Verbindung mit einer Optimierung unseres Lifestyles, dann rechtfertigt das Ergebnis den zu betreibenden Aufwand und in den meisten Fällen kann auf lange Sicht sogar eine weitere Hormonsubstitution überflüssig werden;  ein zutiefst befriedigendes Therapieziel.

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